Zukünftig, weitgeblickt.
 
 
 
Kommunikationssünden heute und zukünftig

Dumme Sprüche

Ungeduld - abwürgen von Themen

In Meetings Monologe halten und die Meinung der Projektmitarbeiter nur alibimässig abfragen

Nicht zuhören

Masslose Uebertreibungen

Nachts und am Wochendende E-Mails schreiben und am anderen Morgen Feedback erwarten

Respektlose Kommentare

Dazwischenreden und unterbrechen

Schönreden von negativen Abläufen im Projekt

 
Projektmanagement von morgen
Harold Kerzner stellt drei Thesen zur Definition des Projekterfolgs vor, die belegen sollen, dass das magische Dreieck - Zeit, Kosten, Qualität - oft unzureichend ist um über Projekterfolg oder Projektmisserfolg zu urteilen:

1. Wenn man am falschen Projekt arbeitet, ist es egal, ob es besonders gut oder besonders schlecht durchgeführt wird. Die richtige Projektauswahl ist entscheidend und dies ist eine strategische, unternehmerische Entscheidung.

2. Ein Projekt pünktlich und im Budget abzuschliessen ist nicht unbedingt ein Erfolg. Es kann auch ein Misserfolg sein, wenn es das falsche Projekt zur falschen Zeit war oder weil es wegen der erfolgreichen Umsetzung nicht rechtzeitig gestoppt wurde, da es für die Unternehmensstrategie nicht mehr nützlich war.

3. Auch wenn ein Projekt in den Vorgaben von Zeit, Kosten, Qualität abgewickelt wird, ist nicht garantiert, dass der erwartete und notwendige Geschäftsnutzen realisiert wird.

FAZIT: Ein Projekt ist erfolgreich, wenn der geplante Geschäftswert unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen erreicht wird. Dazu gehören auch Zeit-, Kosten- und Qualitätsvorgaben.
 
Nur das Beste für sich selbst

Sich weniger unter Druck setzen
Mit kleinen Erledigungen zufrieden sein. Unfertige Arbeiten zulassen und am nächsten Tag beenden. Unverplante Zeit vergehen lassen.

Nein sagen
Absagen, wenn ich keine Lust habe.

Freiräume schaffen
Arbeiten delegieren. Nicht immer erreichbar sein. Bewusst entspannen.

Rituale praktizieren
Jeden Tag am Morgen und Abend je eine halbe Stunde Zeit abzweigen und über den Tag nachdenken.

Den persönlichen Antrieb klären
Den Sinn und Unsinn des täglichen Tuns erkennen und erreichen, dass ich nur noch Dinge tue hinter denen ich stehe und die mir etwas geben.

Sich positiv erfreuen
Jeden Morgen eine Handvoll Bohnen (oder ähnliches) in die rechte Jackentasche stecken und während dem Tag für jede positive Kleinigkeit (u.a. gutes Gespräch, Lob) eine Bohne in die linke Tasche stecken. Am Abend die schönen Momente zählen und sich daran erinnern.
 
Mäusestrategie für neue Chancen
Ausprobieren anstatt zielgerichtes Vorgehen

Die Mäuse fangen sofort mit der Futtersuche an. Sie rennen einfach los, beschnüffeln und durchmustern wenig zielgerichtet ihre Umgebung. Unbekümmerter Aktionismus, könnte man meinen, ganz sympathisch, aber in unseren Augen nicht sehr effektiv. Ueberflüssige Wege bei hohem Tempo resultierend in Ressourcenverschwendung. Jedoch ist die betriebsame Suche im unbekannten Gelände und die Fähigkeit, aus den aufgenommenen Informationen zu lernen eine mögliche Strategie um aktiv nach neuen Chancen zu suchen.
Wenn es darum geht, aus einer schwierigen Situationen herauszufinden und einen Neuanfang zu wagen, sollten Sie für alles offen sein und verschiedene Wege ausprobieren und bewusst Umwege und Sackgassen in Kauf nehmen. Je besser Sie dann die Sachlage kennen lernen, umso sparsamer können Sie mit Ihren Ressourcen umgehen. Wenn Sie wissen, wo der Käse liegt, sollten Sie ohne Umwege dort hingehen. (Quelle: So managt die Natur)
 
Weniger ist mehr
Zu viel Informationen, zu viele Produkte, zu viele Neuheiten, zu viele Aufgaben, zu viel Stress. Die Menschen ertrinken in Alltagskomplexität
Mit der zunehmenden Komplexität und Veränderungsdynamik nimmt auch die Überlastung zu. Komplementär zur Komplexität steigt der Wunsch nach radikaler Einfachheit, Überschaubarkeit und Verständlichkeit.
Wenn Menschen zu viele Optionen haben, reagieren sie konfus, denn sie haben ständig das Gefühl, wichtige Dinge zu verpassen. Sie werden ineffizient und unzufrieden. Haben sie gar keine Optionen, reagieren sie aggressiv. Die Einstellung, die in die Zukunft weist, lautet also "Weniger ist mehr" oder "Mehr ist anders". Nicht mehr "Was kann ich alles auch noch tun?" steht zur Debatte, sondern "Was kann ich fallen lassen, Was brauche ich nicht mehr zu tun, Was brauche ich nicht zu wissen ?"
Das Lösungswort heisst "einfach". Das heisst, effizienter und effektiver werden, indem man gleichzeitig unfreiwillige Abhängigkeiten reduziert – von Informationen, die man nicht bestellt hat, über Sitzungen, die es nicht braucht, bis hin zu komplizierten Technologien, die keinen Mehrwert bieten. "Einfach" bedeutet die Steigerung der persönlichen Leistung bei gleichzeitig höherem Glücksgefühl (GDI Studie).
 
 
Weg von kontrollieren hinzu regulieren
Solange wir Unternehmen als Maschine sehen, glauben wir sie „reparieren“ und ihre Einzelteile in Ordnung bringen zu können. Betrachten wir Firmen dagegen tatsächlich als lebendigen Organismus, müssen wir Abstand vom eigenen Machbarkeitswahn nehmen.
Weg von kontrollieren hinzu regulieren und sich selber als Teile eines Grösseren verstehen und etwas über dessen Funktionsweise lernen. Das bedeutet auch Chaos, ständige Ungleichgewichtszustände und permanente Veränderungen als natürliche Phasen organischer Entwicklungsprozesse zu begreifen. Die Natur zeigt wie es geht:

Management by Zugvögel - revolvierendes Führungssystem
Trotz vorhergehenden Revierkämpfen tun sich Vögel auf ihrer Reise gen Süden schliesslich einmütig zusammen. Einer führt an, die anderen fliegen hinterher und nutzen den Windschatten. Wenn der Anführer nicht mehr kann, lässt er sich zurückfallen, und jemand anderes übernimmt die Führung. Warum es nicht dem Team überlassen, je nach Aufgabe einen Teamführer auszuwählen ?

Ressourcenmanagement by Piranhas - massvoller Ressourceneinsatz
Zwei Piranhas und 15 lebende Goldfische in einem Wasserbecken. Was passiert ? Nicht das, was man erwartet. Die Piranhas zerfleischen ihre Beute nicht auf einmal, sondern teilen sie sich ein. Jeden Tag gönnen sich die Raubfische gemeinsam einen Fisch. Den anderen Fischen beissen sie nur die Flossen ab, um sie am Wegschwimmen zu hindern. Warum nicht nur soviel wie nötig anstatt soviel wie möglich ?

Quelle „So managt die Natur“ von Matthias Nöllke